Was ist bei der Vermögensaufteilung aufzuteilen? (§81 EheG)

Grundsätzlich ist das gesamte eheliche Vermögen aufzuteilen, das sind alle Werte und Gegenstände, die die Ehepartner während der Ehe gebraucht oder angesammelt haben:

Nicht miteinbezogen werden:

Ausnahmen davon sind:

Mediation:

Bei der Aufteilung des ehelichen Vermögens geht es zumeist nicht nur um die Frage, wer das Eigentum an einzelnen Vermögensobjekten erhält, sondern auch darum, wie die Neuverteilung des Vermögens ausgeglichen und finanziert werden kann. Die Prüfung der realen finanziellen Möglichkeiten führt oft zur Frage nach Darlehen oder zur Veränderung von bereits vereinbarten Unterhaltsregelungen.

In der Mediation ist es möglich, finanzielle Fragen so zu regeln, wie es dem Paar subjektiv "richtig" erscheint. Ob sich ein Paar dabei an den Gerechtigkeitsprinzipien des Rechtes orientiert oder ihre eigenen Vorstellungen von Fairness und Gerechtigkeit in den Mediationsprozess einbringt, hat keine Bedeutung, solange die Vereinbarungen den subjektiven Maßstäben und Werten des Paares Rechnung tragen. Wichtig ist am Ende der Verhandlungen, alle finanziellen Regelungen noch einmal in ihrer Gesamtheit zu betrachten und auf ihre Ausgewogenheit und Realisierbarkeit zu überprüfen.

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